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2. Fachtagung Infrastruktursicherheit des KKI e. V. - Ist die Versorgungssicherheit in der vernetzten Stadt gefährdet?

Unter dem Titel "Vernetzte Stadt – Risiko, Koordination und Kommunikation" fand am Montag die zweite Fachtagung des KKI e. V. zum Thema Infrastruktursicherheit in Berlin statt. Bei der Veranstaltung, die unter der Schirmherrschaft des Berliner Senators für Inneres und Sport, Frank Henkel, stattfand, diskutierten Experten aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft über neue Präventions- und Krisenmanagementstrategien für Smart Cities.

Berlin, 11. Dezember 2013 – Der Verein KKI Kompetenzzentrum Kritische Infrastrukturen (KKI e. V.) veranstaltete am Montag im Alten Stadthaus in Berlin die zweite Fachtagung Infrastruktursicherheit. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich eine zunehmende Vernetzung und die Integration modernster Technologien in bestehende Infrastrukturen auf die Koordination und Kommunikation zwischen den Marktakteuren und auf die Versorgungssicherheit auswirken. Der Fokus lag auf der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg. Schirmherr der Tagung, an der 50 Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft teilnahmen, war Frank Henkel. Der Berliner Senator für Inneres und Sport unterstrich damit die Bedeutung des Themas für die Berliner Landespolitik.

 

Bernd Krömer, Staatssekretär für Inneres und Sport des Landes Berlin, eröffnete die Fachtagung mit einem Grußwort. Im Anschluss stellte Frank Christian Hinrichs vom Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ) das Oberthema „Smart Cities" am Beispiel des Micro Smart Grid auf dem Berliner EUREF-Campus vor. Hier erprobt das InnoZ die kommunikative Vernetzung und Steuerung von Infrastrukturen. Hinrichs betonte, die Stadt müsse ihre Systeme – insbesondere in den Bereichen Energie, Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) sowie Mobilität - zum Nutzen der Bewohner vernetzen. Eine zunehmend vernetzte Stadt stellt Infrastrukturbetreiber vor neue Herausforderungen. In diesem Zusammenhang gab Bernd Huth einen Einblick in die Arbeit eines Verteilnetzbetreibers, der durch Netzsteuerung die Versorgungssicherheit gewährleistet. Huth, tätig in der Netzsteuerung beim Verteilnetzbetreiber E.DIS, zeigte vor dem Hintergrund einer zunehmenden Einbindung dezentraler Erzeugungsanlagen Gefahrenpotenziale für die Systemstabilität und Wege, wie diesen begegnet werden kann, auf. Der erste Vorsitzende des KKI e. V., Ulf Altmann, unterstrich, dass durch das steigende, allerdings schwer vorhersehbare und schwankende Angebot erneuerbarer Energien die Notwendigkeit von Energiespeichern zunehme. Vor diesem Hintergrund hob er die Bedeutung von „Power-to-Gas" als Speichertechnologie im Rahmen der Energiewende hervor. Altmann betonte, die Nutzung der Gasnetze, einer bestehende Infrastruktur, als langfristiger Speicher ermögliche den Erhalt der Versorgungssicherheit. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion sprachen im Anschluss Dr. Bernd Benser, CBO der GridLab GmbH, Stephan Boy, Vorstandsmitglied des KKI e. V., Jörg Marks, Vorstandsmitglied des Zukunftsforums Öffentliche Sicherheit e. V., und Mike Schubert, Referatsleiter im Brandenburgischen Innenministerium, über neue Anforderungen an den Schutz smarter Infrastrukturen.

 

Mit der zweiten Fachtagung Infrastruktursicherheit setzt der KKI e. V. den Dialog mit Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft zum Thema "Prävention und Krisenmanagement für Kritische Infrastrukturen" fort. Eine erste Fachtagung fand bereits im Januar dieses Jahres statt. Weitere Fachgespräche und Veranstaltungen sind geplant.

 

Weitere Informationen zur Veranstaltung des KKI e. V. finden Sie hier.