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Mit Social Media zum besseren Krisenmanagement? – 3. Fachtagung Infrastruktursicherheit des KKI e. V.

Unter dem Titel "Hochwasser & Kritische Infrastrukturen" fand am Freitag, den 11. April 2014, die dritte Fachtagung des KKI e. V. zum Thema Infrastruktursicherheit in Potsdam statt. Bei der Veranstaltung, die unter der Schirmherrschaft des Minister des Inneren des Landes Brandenburg Ralf Holzschuher stattfand, diskutierten rund 80 Experten aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft über das Hochwasser 2013, Krisenprävention und -managementstrategien. 

Das KKI Kompetenzzentrum Kritische Infrastrukturen e. V. (KKI e. V.) veranstaltete am Freitag im neuen Brandenburger Landtag die mittlerweile dritte Fachtagung Infrastruktursicherheit. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, welche Möglichkeiten soziale Netzwerke für ein effektiveres Krisenmanagement beispielsweise bei Hochwasserereignissen bieten. Schirmherr der Veranstaltung, an der 80 Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft teilnahmen, war Ralf Holzschuher, Minister des Inneren des Landes Brandenburg.

Im Fall von Krisenereignissen kommt es auf jede Minute an. Je schneller die beteiligten Akteure des Krisenmanagements in Verbindung treten, desto besser lassen sich Krisenfälle bewältigen. „Durch eine frühzeitige Einbindung aller Beteiligten lassen sich die Auswirkungen von Ereignissen wie ein Hochwasser deutlich verringern“, sagte Stephan Boy, Geschäftsführer der KKI – Kompetenzzentrum Kritische Infrastrukturen GmbH. „Ein gemeinsames Lage- und Informationszentrum aller Infrastrukturbetreiber kann hierzu wesentlich beitragen.“

Sozialen Medien kommt bei der Krisenbewältigung eine immer größere Bedeutung zu. Vor allem über soziale Netzwerke lassen sich auch kurzfristig viele freiwillige Helfer mobilisieren, die die organisierten Kriseneinsatzkräfte vor Ort unterstützen können. „Social Media ist ein zusätzlicher, schneller Kommunikationskanal zwischen Behörden und Betreibern“, sagte Prof. Dr. Norbert Gronau von der Universität Potsdam. „Allerdings nutzen derzeit etwa 40% der Behörden keine sozialen Medien. Dies ist sehr bedenklich“, so Gronau.

Rudolf Zeeb, Staatssekretär im Innenministerium des Landes Brandenburg, betont die Bedeutung von sozialen Medien für den Zivil- und Katastrophenschutz und fordert eine größere Berücksichtigung seitens der Behörden: „Die Bevölkerung bevorzugt momentan andere Kommunikationskanäle als das öffentliche Krisenmanagement. Das Land Brandenburg muss stärker soziale Medien nutzen, um möglichst viele freiwillige Helfer in die Krisenbewältigung einzubinden."

 Mit der Fachtagung Infrastruktursicherheit setzt der KKI e. V. den Dialog mit Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft zum Thema Infrastruktursicherheit fort. Weitere Fachgespräche und Veranstaltungen sind geplant.