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4. Fachtagung Infrastruktursicherheit des KKI e. V. - Risiko- und Krisenkommunikation

Unter dem Titel "Kritische Infrastrukturen: Risiko- und Krisenkommunikation auf kommunaler Ebene" fand am Freitag, den 21. November 2014, die vierte Fachtagung Infrastruktursicherheit des KKI e. V. in Potsdam statt. Bei der Veranstaltung, die unter der Schirmherrschaft des Minister des Inneren und für Kommunales des Landes Brandenburg Karl-Heinz Schröter stattfand, diskutierten 80 Experten aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft über Herausforderung von Risiko- und Krisenkommunikation in Kommunen.

 

Der Kompetenzzentrum Kritische Infrastrukturen e. V. (KKI e. V.) veranstaltete am Freitag auf dem Campus Griebnitzsee der Universität Potsdam die mittlerweile vierte Fachtagung Infrastruktursicherheit. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, wie sich die in den letzten Jahren veränderte Sicherheits- und Gefahrenlage auf Kommunen auswirkt. Der Staatssekretär im Ministerium des Innern und für Kommunales Arne Feuring sowie Mike Schubert, Referatsleiter Katastrophenschutz im Ministerium des Innern und für Kommunales des Landes Brandenburg betonten, die Bedeutung des Zusammenspiels ihres Hause als obere Katastrophenschutzbehörde mit den Landkreisen und Kommunen für ein effektives Krisenmanagement. Im Fall von Krisenereignissen kommt es auf jede Minute an. Gerade im Ereignisfall, ist zunächst die Kommune vor Ort gefordert. Hierbei gilt es zunächst, den Katastrophenfall als solchen zu identifizieren, um dann die richtigen Maßnahmen einleiten zu können.

Prof. Gronau, Lehrstuhlinhaber eGovernment der Universität Potsdam, stellte ein gemeinsam mit dem KKI e. V. entwickeltes Eckpunktepapier vor, das interessierten Behörden und Organisationen Orientierung für den Einsatz und den Umgang mit Social Media im Krisenmanagement geben sowie weitere strategische und gestalterische Aktivitäten und Diskussionen anstoßen soll.

Als ausgewiesener Rechtsexperte informierte Prof. Armbrüster von der Freien Universität Berlin über für Kommunalvertreter relevante Haftungsfragen vor, während und nach Krisen.

Die abschließende Podiumsdiskussion beleuchtete insbesondere Fragen der Kommunikation. Dies betraf sowohl die Kommunikation innerhalb der etablierten Strukturen des Katastrophenschutzes als auch die Kommunikation mit betroffenen Bürgern und ungebundenen Helfern sowie mit den Betreibern von kritischen Infrastrukturen vor Ort. Einig waren sich die Podiumsteilnehmer darin, dass die frühzeitige Vernetzung aller relevanten Akteure weiter vorangetrieben werden sollte. Als weitere Herausforderung wurde die  Sensibilisierung der Bevölkerung für Katastrophen benannt. Hier gilt es, mit aller gebotenen Ernsthaftigkeit zu informieren, ohne Panik zu verbreiten.

 

Mit der Fachtagung Infrastruktursicherheit setzt der KKI e. V. den Dialog mit Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft zum Thema Infrastruktursicherheit fort. Weitere Fachgespräche und Veranstaltungen sind geplant.