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Betriebsalltag mit Schwachstellen
Risiken für kritische Infrastrukturen zu erkennen und einzuplanen, ist eine wichtige Voraussetzung, um im Ernstfall schnell und effizient reagieren zu können. Theoretisch müssen alle der rund 750 Gas- und 8.000 Wasserversorger eine Meldestelle vorweisen, die mit Fachkräften besetzt ist. 
Darüber hinaus gilt die 30-Minuten-Regel: Innerhalb dieser Zeit müssen Einsatzkräfte am Ereignisort sein. Transparente und vollständig gepflegte Bereitschaftspläne? Eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Für Betreiber kritischer Infrastrukturen gelten zwar strenge Vorgaben und Verordnungen, in der Praxis genügen aber nur wenige Anbieter diesen Vorgaben. Genau genommen besteht damit für die Verantwortlichen ein hohes Haftungsrisiko.

Unverbindliche Handlungsanleitungen
Eine Reihe von technischen Richtlinien und Normen hat darüber hinaus Einfluss auf die Arbeit der Versorger, so die Regelwerke vom Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW) und vom Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. (VDE). Die Richtlinien erläutern zum Beispiel Maßnahmen, die im Krisenfall die Handlungsfähigkeit der Versorger ermöglichen. Beide Regelwerke sind zwar allgemein anerkannt, ihre Umsetzung ist aber nicht gesetzlich verpflichtend. Hinzu kommt, dass derartige Regelungen für andere Infrastrukturen fehlen. Diese Versäumnisse können gerade in Krisensituationen ein Problem darstellen.