Krisenmanagement - Wissen, was zu tun ist
Es gilt, flexible und schlanke Strukturen und Systeme zu schaffen, die sich schnell an das jeweilige Ereignis anpassen lassen. Bei länger andauernden Ausfällen oder Störungen sorgt ein effizientes Krisenmanagement auch für die sukzessive Wiederaufnahme der einzelnen Geschäftsbereiche. 
Entscheidend für schnelles und effektives Handeln im Ernstfall ist, Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten für kritische Bereiche klar zu benennen. Alle Beteiligten müssen wissen, was sie bei Zwischenfällen, Notfällen und Katastrophen zu tun haben und wie sie sich verhalten sollen.
Die einzelnen Bundesländer haben Katastrophenschutzgesetze mit zusätzlichen Maßnahmen zur Gefahrenabwehr erlassen. Zum Beispiel verpflichtet das Berliner „Gesetz über die Gefahrenabwehr bei Katastrophen“ die Betreiber von kritischen Infrastrukturen, intensiv mit der Katastrophenschutzbehörde zusammenzuarbeiten. Die Leiter dieser Anlagen müssen den Verwaltungsstellen Auskünfte über die getroffenen Sicherheitsvorkehrungen geben und sich an Katastrophenübungen beteiligen.

Krisenmanagement sollte Schule machen

Um im Ernstfall richtig reagieren zu können, ist neben theoretischem Wissen auch ein regelmäßiges Krisentraining notwendig. Es vermittelt den richtigen Umgang mit sicherheitstechnischen Einrichtungen und vertieft das Verständnis für die Handlungsabläufe im Notfall. Betreiber sind bei diesen Fragen auf die Unterstützung der Kommunen angewiesen: Diese sollten Krisentrainings anbieten und koordinieren, da eine Krise in der Praxis höchstwahrscheinlich mehrere Versorger angeht.