Risikovorsorge rechtzeitig starten
Krisen lassen sich zwar nicht vorhersehen, aber der nötige Handlungsbedarf im Ernstfall lässt sich vorausschauend planen. Im Vorfeld müssen wichtige organisatorische, technische und personelle Fragen geklärt werden. Krisenszenarien erweisen sich dabei als ein wichtiges Hilfsmittel. 
Sie bilden realistische Ereignisse ab, die zu Störfällen führen können. Die Eintrittswahrscheinlichkeit, die Intensität, die räumliche und zeitliche Ausdehnung sowie die Sekundäreffekte fließen als Faktoren ein. Anhand dieser Informationen lassen sich Maßnahmen und Abläufe des Krisenmanagements leichter planen.

Die im Folgenden aufgeführten Fälle zeigen beispielhaft, mit welchen Situationen ein Betreiber kritischer Infrastrukturen rechnen muss. Derartige Situationen werden in einem Krisenszenario simuliert, um mögliche und vor allem nötige Reaktionen abzuleiten bzw. für die Praxis vorzubereiten:

  • technische Probleme
  • unerwartet hohe Mehrentnahmen
  • Naturkatastrophen
  • Sabotage/Terroranschläge
  • Streiks
  • langfristiger Versorgungsengpass
  • Illiquidität eines Lieferanten mit hohem Marktanteil

Ein Krisenmanagement, das im Ereignisfall sofort und effizient agiert, sollte für Energie-, Gas- und Wasserversorger elementarer, auch gesetzlich definierter Bestandteil ihres Versorgungsauftrages sein.